Beerdigung 1998

Unser Fahrt ins Blaua war heuer besonders weit, die is bis nach Kapsweyer ganga. Erst ham mer den haben Weinkeller bei der Weinprob zammgsuffn, die anner Hälft ham mer nein Bus geladen, und mit ham genumma.

Bei der Gelegenheit ham die Gitti und die Nina unsera junga Kerwasburschen Praktischen Unterricht do drin gem,

wie liebevoll mer sich gegenüberr alternda Kerwasmadla verhalten muss.

Unser Geiersolli hat sich heuer scho ganz früh im Johr bei seim Kompaniechef Urlaub für die Kerwa genumma, vo euch hat na wahrscheinlich a kanner gsehn, denn er war mit seim Urlaub a Wochn zu früh dro, vielleicht hat er ja sein Termin mit der Spörleins Annemarie abgstimmt.

Hauptsächlich wecherm Müllers-Rainer hat heuer der Kunner des Klo umgebaut, damit's der bei neuerlicha Gleichgewichtsprobleme nimmer in der Brunzrinna landen dut.

Der Leo hat beim Spendeneisammeln in der Raiffeisen vom Direktor nix gricht, weil die Kerwasburschen ja ihr Konto bei der Konkurrenz führen. aber eigentlich könnt ers ja wenn ers eh scho was a gleich überweisen

A poor vo unsere Neuzugäng ham beim Wongbaua ohm beim Weissen-Hubert so an Elan non Toch gelecht, dass sie sich vo Ihra Leut immer täglich um halber Siema aufwecken gelosst ham, dass sie scho noch am Wochenend fertig worn. - Bei denna do worn die Mütter vom täglichen Aufwecken fertig!

Die Spörleins-Annemarie wor fertig, weil sie Samstoch nachts für die Gabi und die Simone nuch Sprüch dichten gemüsst hat, die die Patzi dann gschriem hat. Denn Wong vo denna zwa Elfen ham der Bezold und der kla Zwietsch gebaut.

Beim Kranzbinden hat die Astrid mit am schwungvollen Schwinger am fertigen Kranz den Stefan ausgenockt, wie er mal wieder lästerlicha Reden über die Madla losgelassen hat.

Der Hollmanns-Stefan liegt im Krakenhaus weil er sich beim Fussballspielen des Baa verdreht hat. Die Anweisungen zum Wongbaua hot er seina Leut telefonisch durchgem. Darüber ham die sich so gfreut, dass sie na in seim Krankenzimmer an klan Kerwasbaam neigstellt ham und des Bett gschmückt ham als wärs a Kerwaswong.

Die klan Neusier sin mit'm Stapler zum Wedeln holn nein Wald vorwärts nei- gfahrn und ham rückwärts hamfohrn gemüsst weil denna ihr Vorwärtsgang verreckt ist.

Die Spörleins-Oma hat dem Albert des Kerwasburschen-T-Shirt zum Baam-aufstellen frisch gestärkt und gebügelt nachgetrong so dass der Klaa bald des Gfraasch gricht hät und seina Oma fast non Krong ganga wär.

Der Baiers-Jochen und der Dietz-Matthias ham vor'm Baamaufstellen beim Schneiderwin die Holzelektroden gholt und des obwohl der Dietz eigentlich Schreiner lernt. Desweiteren ham mer beim Bamaufstellen a a schöna Richtlatten ghabt.

Der Sö hat dem Zwietsch om in der Bar sei Zigarettenkippen nochgschnelzt hat aber ausgerechnet dem sei offenes Hosentürla dabei erwischt, des wie so oft offengstanden wor wie die Burgebracher Rathausdurchfahrt.

Dem Willi war vom Tanz ham der Wech zu lang nein Beppo sein Körbla, drum hat er sich heuer zum Übernachten die Telefonzelln zum Schlafen rausgsucht. Wohrscheinlich hots na a wenig gfrorn, weil netamol a Telefonbuch zum Zu- decken do wor.

Und die denna heuer unner Baam immer nuch zu klaa is, die sölln sich erst amol a Stückla vo dem seiner schöna Spitzen abschneiden.

Der Bogi unser guter Geist beim Wangbaua hat sich do dabei a weng die Hend dreckert gemacht, und wollt sie gleich im Wasseramer waschen. Da sich aber darin der Tapetenkleister befand, lag der Erfolg gleich auf seiner Hand

Der Christkindleswagen war so liebevoll gebaut, dass mer beim Umzuch fast weihnachtlicha Gfühle hät krieng könna. Für den Styropoor-Schnee auf'm Dach hat sich a schliesslich der Hanni a fast die Fingerknöpperli on der Kartoffelreim aufgeriem

Fürn Viagra-Wong hot der Zwietsch heimlich seina Mutter ihr Lieblingsbett entwendet, des hat na aber nix genützt, weil des guta Stück beim Umzuch wecher der Überbelastung direkt vor dera ihra Nosn die Füss gstreckt hat.

Wie sa für den Wong die Utensilien zamgekafft ham hat der Kötzners-Willi anständich beim Beate Uhse nachgfrocht ob "mer den Gummischwanz net a gebraucht krieng könnert.

Die blaua Hoor vom Wenzel worn ihr Geld wahrscheinlich a net wert weil sie scho nach der kleinsten Sektspritzerei ihr Farb auf sein langa Hals gelassen ham.

Die Susi und die Patzi ham den Pfiffer heuer so schö gspielt, und der hot sich so gfreut, dass die Susi wie sie später nein Hirsch kumma is beinah nei aner Umarmung gerennt wär.

(Die Rüge) Wie immer wurd bei unserem Umzug a haufn Bier vertilgt. Leider waren die Flaschen und die Scherben kreuz und quer vor die Häuser unserer Zuschauer rumgeleng, und vo uns kehrt sie ja sowieso kanner mehr auf. Also reisst euch zam. sonst werrn mer nie a Golddorf.

Die Astrid hat nach dem Umzug so nach umgekippter Sahne des müffeln angfangt, dass der Mühle wie er in ihr Näh kumma is, es netamol mehr nein Klo zum Speia gschafft hat. Dodraufno is sie vo ihra Mutter zum Duschen hambefohlen worn.

Die Hirschen-Inge hat heuer die Pop-Nach-Acht-Roadies so liebevoll geweckt, dass denna ihr Frühstück fast im Hals stecken gebliem wär und sie später noch ganz verstört im Schwanerwirt ghöckt worn.

Fürn Gaßbockholen ham Sie heuer des fähigsta Duo seit dem Tessmän und dem Doofi fortgschickt - den klan Zwietsch und Müllers-Rainer - . Die zwaa sen über halb Unterfranken nach Aschbach gfohrn um des Viechla hamzukarrn. Des nächsta mol streua mer vorher Brotstückli, damit die zwa den Wech a finna.

Die Gitti wor am Montoch so gut drauf, dass sie wieder, wie jeds Johr die Lippen aller anwessenden männlichen Schwanerwirtssaalbesucher abgschlappert hat, nur nicht die von Ihrem Geliebten.

Den Müllers-Rainer müss mer jetzt scho widder erwähna der hot im Hirsch unter an Tisch an alten ausgekauten druntergschmierten Kaugummi gfunna und na dann ekelhafterweise genussvoll zu sich genumma.

Der Söllmann geht seit heuer in die Geschichte der Hahnaschlächer ein, weil er der erscht war, der den Krug getroffen aber nicht zerstört hat

Wie sie am Montoch nachmittoch a Musik im Hof gemacht ham, is der Strom von der Elfriede ihrn Hundezwinger abgenumma worn, worauf sie sehr erzürt aus dem Hause schaute und sagte: Das geht aber nicht da zuckt vielleicht mein Licht, woraufhin Sie einen Fünfer als Opulus für ihren Strom bekumma hot-

In den geheiligten Gaststuben unseres Lieblingswirtes wurden auch heuer wieder neue Bräuche entwickelt, und zwar das Schnapssaufen aus der Salatschüssel, das zusammen mit der Schöpfkelle einem jeden gierigen Trinker in das Nirvana des Alkoholismus führt. Es worn dabei Der Seligs-Bastl........... Der groß Matschi........... Der kla Matschi............ Der Stefan.................. Der Mühle................... Der Michel.................. Und eigentlich der ganz Schwanerwirt

Und unner schöner Seulings-Markus hat heuer den Michel nauf nei der Steigerwaldklinik begleitet, und dem Dokter bald ana geleucht, der so unsensibel zu unserem Notaufnahmepatienten wor.